Wenn Könige reisen...

Die drei Heilige Könige, oder die Weisen aus dem Morgenland, sind insbesondere bei deutschen Schülern bekannt, katholisch oder auch nicht. Selbst wenn der Dreikönigstag nicht mehr in allen deutschen Bundesländern staatlicher Feiertag ist, wirkt sich der alte Festtag zumindest noch immer für die Schüler aus: Der Schulbeginn im neuen Kalenderjahr fällt fast immer hinter den 6. Januar, den Gedenktag der Heiligen Drei Könige.

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Im ganzen deutschsprachigen Raum gibt es die Tradition des Dreikönigsingens. Sie wird dazu genutzt Spenden für ärmere Menschen, in Deutschland aber auch im Ausland, zu sammeln. Die Vortragenden gehen für gewöhnlich mit einem Stern umher und verkleiden sich als Könige. Besonders für Kinder ist dies ein großer Spaß. Zum einen macht Ihnen das Verkleiden große Freue, oft gibt es aber zusätzlich noch von den „Spendern“ Schokolade und andere Süßigkeiten für die kleinen Könige.

In Frankreich, Belgien, Luxemburg, Spanien, Mexiko, Liechtenstein, und in großen Teilen der Schweiz wird am Dreikönigstag ein Gebäck, der traditionelle Dreikönigskuchen, aufgetischt.

Dieses Festgebäck wird in der Schweiz aus süßem Hefeteig hergestellt, der zu Kugeln geformt, blütenförmig angeordnet und mit Mandelblättchen und Zucker bestreut wird.

In Spanien wird der Roscón de Reyes (dt:“Königskranz“) auch aus Hefeteig hergestellt. Darin versteckt sind jeweils ein Porzellanfigürchen und eine Bohne, die nicht verzehrt werden darf. Die Tradition besagt, dass derjenige, der die Bohne in seinem Kuchenstück findet, den Kuchen für alle Gäste bezahlen muss. Derjenige, der aber das Glück hat, die kleine Porzellanfigur zu finden, wird von allen zum „König“ gekrönt. Der Kranzkuchen ist verziert mit kandierten Früchten wie Orangenscheiben, roten und grünen Kirschen u. ä.

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Die Tradition des Königskranzes wurde in Mexiko im 16. Jahrhundert von den Spaniern übernommen. Der Kuchen wird hier, normalerweise ohne Füllung, nur für das Fest der Heiligen Drei Könige am 6. Januar gebacken. Der Kranzkuchen ist verziert mit kandierten Wüstenfrüchten wie Datteln und Feige, u. ä. Das versteckte Porzellanfigürchen besagt, dass der Finder das Nächste Fest ausführen und für alle Gäste ebenfalls den Kuchen backen muss.

In Frankreich gibt es zwei Arten von Kuchen: Im Norden Frankreichs isst man traditionell die Galette des Rois, häufig mit einer Marzipanfüllung. Im Süden gibt es die Couronne oder den Gâteau des Rois, ein Hefekuchen mit Marzipanfüllung und Schlagsahne. Ähnlich wie in Spanien wird in jedem Kuchen eine Porzellanfigur versteckt.

 

 

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